Ningaloo: K+S macht Rückzieher

Im Früh­jahr 2024 berich­te­te WATERKANT an die­ser Stel­le über den brei­ten Wider­stand in Nord­west­aus­tra­li­en – und im hes­si­schen Kas­sel – gegen Plä­ne des K+S-Konzerns, eine gigan­ti­sche Solar­salz­an­la­ge direkt neben das Mee­res­schutz­ge­biet Nin­ga­loo Coast zu bau­en, das als UNESCO-Weltnaturerbe aner­kannt ist. Jetzt traf die gute Nach­richt ein: K+S hat sei­ne Plä­ne storniert. 

Es ist eines die­ser lei­der sel­te­nen Ereig­nis­se, die durch­hal­ten las­sen: Vie­le Jah­re lang hat­te sich die Aus­tra­li­an Mari­ne Con­ser­va­ti­on Socie­ty (AMCS), größ­te Mee­res­schutz­or­ga­ni­sa­ti­on in Down­un­der, unter dem Mot­to Pro­tect Nin­ga­loo kon­ti­nen­tal und – wegen der glo­ba­len Aus­brei­tung von K+S – inter­na­tio­nal in einer „hart umkämpf­ten, zer­mür­ben­den“ Kam­pa­gne gegen das Vor­ha­ben gestemmt. Jetzt zitiert AMCS in einer Pres­se­mit­tei­lung ihren CEO Paul Gam­blin mit der Fest­stel­lung, es wäre „eine gro­ße Unter­trei­bung zu sagen, dass wir erleich­tert sind“. Die Nach­richt sei „ein gro­ßer Sieg für den Exmouth Gulf – eines der Natur­wun­der Aus­tra­li­ens und ein Ort von inter­na­tio­na­ler Bedeutung“.

Zugleich mahnt AMCS aber nun schnel­les und ent­schie­de­nes Han­deln der west­aus­tra­li­schen Regie­rung in Perth sowie der Bun­des­re­gie­rung in Can­ber­ra an: „Exmouth Gulf ist …kein Ort für indus­tri­el­le Ent­wick­lung“ und müs­se drin­gend „für alle Zei­ten“ geschützt wer­den. Denn die K+S-Pläne waren offen­bar nur Teil einer „Ära der Indus­tria­li­sie­rung“, die die Regi­on bedroh­te: So sol­len neben der K+S-Anlage auch eine Öl- und Gas­pipe­line­an­la­ge, wei­te­re Salz­wer­ke sowie ein rie­si­ges Hafen­pro­jekt ent­ste­hen, das müs­se nun zügig been­det wer­den. „Dies ist ein Sieg für die Macht der Men­schen, ein Sieg für die Wis­sen­schaft und ein Sieg für Exmouth Gulf“, schreibt die loka­le Cape Con­ser­va­ti­on Group (CCG) in einer Stellungnahme.

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WATERKANT-Redaktion