Falsche Zentralisierung“

Das Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um will die Wasser- und Schiff­fahrts­ver­wal­tung (WSV) gründ­lich umkrem­peln. Dabei soll die bis­he­ri­ge Struk­tur, um deren Reform schon län­ger gestrit­ten wur­de, kurz­fris­tig zer­schla­gen werden.

Ab Früh­jahr 2013 soll dem­nach eine Zen­tra­le mit Sitz in Bonn geschaf­fen wer­den, bis­he­ri­ge Wasser- und Schiff­fahrts­di­rek­tio­nen (WSD) wie Kiel, Aurich oder Han­no­ver wür­den zu Außen­stel­len degra­diert; auch die Ämter und Außen­be­rei­che sol­len redu­ziert und grund­le­gend umge­stal­tet werden.

Der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Her­bert Beh­rens, der in die­ser Zeit­schrift bereits Posi­ti­on bezo­gen hat­te zu der WSV-Reformdiskussion, hat die aktu­el­len Plä­ne von Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Peter Ram­sau­er scharf kri­ti­siert. Ins­be­son­de­re wirft der Poli­ti­ker der Links­frak­ti­on dem Minis­ter vor, Beschäf­tig­te oder Per­so­nal­rat, Bun­des­tag, Bun­des­län­der oder Fach­ver­bän­de nicht in die Neu­kon­zep­ti­on ein­be­zo­gen, ja, nicht ein­mal früh­zei­tig infor­miert zu haben: „Wir wol­len kei­ne WSV, die den dezen­tra­len Wasser- und Schiff­fahrts­di­rek­tio­nen und den Ämtern die Steue­rung weg­nimmt. Nie­mand kennt die Gewäs­ser bes­ser als die Men­schen, die damit täg­lich zu tun haben. Wir brau­chen die­sen Sach­ver­stand vor Ort, wenn sich die WSV künf­tig noch stär­ker um Fluss­öko­lo­gie und die Umset­zung euro­päi­scher Vor­ga­ben küm­mern soll“, meint Beh­rens in einer Pres­se­mit­tei­lung. – Letz­te­res aller­dings setzt vor­aus, dass die LINKE eine Kam­pa­gne star­tet, die WSV zu einer Ver­wal­tung umzu­struk­tu­rie­ren, in der „Öko­lo­gie“ nicht mehr als Umschrei­bung für läs­ti­ges Quer­trei­ben begrif­fen wird…

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WATERKANT-Redaktion

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