Ja, wer sind wir denn ?

Eigent­lich waren wir ein Zeitschriften-Projekt – und das vie­le Jahr­zehn­te lang.

Das Titel­blatt unse­rer ers­ten Aus­ga­be

WATERKANT – Umwelt + Mensch + Arbeit in der Nord­see­re­gi­on“ wur­de 1986 gegrün­det, und zwar von der „Akti­ons­kon­fe­renz Nord­see“ (AKN), einer damals in Bre­men ansäs­si­gen und über­re­gio­nal bekann­ten Mee­res­schutz­or­ga­ni­sa­ti­on, als ihr „Mit­tei­lungs­blatt“ (das Bild zeigt den Titel unse­rer ers­ten Aus­ga­be).

Anfangs unre­gel­mä­ßig mit 5-6 Aus­ga­ben pro Jahr, wur­de WATERKANT ab 1990 zu einer kon­ti­nu­ier­lich erschei­nen­den Quar­tals­zeit­schrift. Sie erar­bei­te­te sich als­bald einen guten Ruf bei enga­gier­ten Nordsee- und Meeresschutz-Aktiven, Küs­ten­in­itia­ti­ven, grö­ße­ren Umwelt­ver­bän­den sowie in Schiff­fahrts­krei­sen und etli­chen mari­ti­men wis­sen­schaft­li­chen Ein­rich­tun­gen.

Ende 2008 jedoch, nach mehr als 22 Jah­ren, muss­te die AKN ihre Her­aus­ge­ber­schaft aus finan­zi­el­len Grün­den been­den (und ist 2010 ver­eins­recht­lich auf­ge­löst wor­den). Um aber die tra­di­ti­ons­rei­che Zeit­schrift am Leben zu erhal­ten, hat­ten eini­ge lang­jäh­ri­ge Mit­ar­bei­ter des Blat­tes zuvor den gleich­na­mi­gen „För­der­kreis WATERKANT e. V.“ gegrün­det – und mach­ten eigen­stän­dig wei­ter. So wur­de die Zeit­schrift seit Anfang 2009 her­aus­ge­ge­ben von die­sem ein­ge­tra­ge­nen Ver­ein („e. V.“), der als gemein­nüt­zig aner­kannt ist.

Inhalt­lich befasst sich WATERKANT nicht nur mit Natur­schutz und Mee­res­for­schung. Küstenstruktur- und Verkehrs-Politik, The­men rund ums Was­ser fin­den bei uns eben­so ein Forum wie ande­re drin­gen­de gesell­schaft­li­che Fra­gen: WATERKANT ist nicht ein­äu­gig auf die Küs­te fixiert, son­dern schaut auch ins Bin­nen­land – eben­so wie in die wei­te Welt. Denn die Ursa­chen der aku­ten Pro­ble­me von Nord­see, Wat­ten­meer und Küs­ten­re­gi­on sind oft nicht hier vor Ort zu suchen: Umwelt­zer­stö­rung, gesund­heit­li­che Schä­den, Arbeits­lo­sig­keit und sozia­les Elend haben in der Regel eine gemein­sa­me Ursa­che – sie sind Fol­gen des trotz Kri­se noch immer nahe­zu unge­hemm­ten neo­li­be­ra­len Wett­be­werbs und der rück­sichts­lo­sen, glo­ba­len Jagd auf Res­sour­cen und Pro­fi­te.

Redak­ti­on und AutorIn­nen der WATERKANT waren immer ehren­amt­lich tätig und das regel­mä­ßi­ge Erschei­nen des Hef­tes konn­te all die Jah­re nur gesi­chert wer­den, weil auch in der tech­ni­schen Pro­duk­ti­on, in Ver­wal­tung und Ver­trieb teil­wei­se ohne Bezah­lung gear­bei­tet wur­de. Wir konn­ten nie umfang­rei­che Wer­be­ak­tio­nen finan­zie­ren, son­dern waren ange­wie­sen auf Unter­stüt­zung und Ver­brei­tung durch Wei­ter­sa­gen und Mit­ma­chen. Die­ses Internet-Angebot soll­te uns dabei hel­fen.

Ende 2019 / Anfang 2020 hat WATERKANT zu unse­rem gro­ßen Bedau­ern das Erschei­nen als gedruck­te Zeit­schrift been­den / ein­stel­len müs­sen, nach 34 Jah­ren und 136 Hef­ten war Schluss. Bis auf Wei­te­res aber wird der Titel WATERKANT hier im Web prä­sent blei­ben – als Archiv für 34 Jah­re enga­gier­ten Schaf­fens eben­so wie als kri­ti­sches mari­ti­mes Web-Portal: Ihr alle seid herz­lich ein­ge­la­den, dies aktiv zu unter­stüt­zen.

© Titel­bild 1 / 1986: WATERKANT / B. Ilsch­ner,
für das Foto dan­ken wir Hen­ry Smor­ra.
Stand: Mai 2020