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Rungholt und weitere Nordsee-Geschichte…

Mehr als 660 Jah­re ist es her, dass eine ver­hee­ren­de Sturm­flut den Han­dels­platz Rung­holt ver­schlang – noch heu­te for­schen Archäo­lo­gen zwi­schen Nord­strand, Pell­worm und Süd­er­oog im nord­frie­si­schen Wat­ten­meer nach den Über­res­ten des Ortes. Die Kata­stro­phe, die Hun­der­te Men­schen­le­ben – oder mehr – kos­te­te, ist als „Gro­te Man­drän­ke“ in die Geschich­te ein­ge­gan­gen.  Wei­ter­le­sen

JWP-Ladungsmenge bald „durch die Decke“?

Ges­tern ist der Jade­We­ser­Port (JWP) in Wil­helms­ha­ven, Deutsch­lands ein­zi­ger so genann­ter Tief­was­ser­ha­fen, zehn Jah­re alt gewor­den. Trotz mas­si­ver Unter­aus­las­tung und erheb­li­chen Zuschuss­be­darfs aus Steu­er­gel­dern fei­ern Eig­ner und Betrei­ber den Ter­mi­nal als Erfolg…
(Aus­schnitt aus Ori­gi­nal­fo­to vom 18. April 2022 von Olga Ernst / wiki­me­dia / CC-BY)

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Linke für Abschaffung der Tonnagesteuer

Aus­wir­kun­gen der Infla­ti­on bekämp­fen“ – die Frak­ti­on DIE LINKE in der ham­bur­gi­schen Bür­ger­schaft schlägt für die­se aktu­el­le For­de­rung eine bri­san­te Ergän­zung vor: „Ton­nage­steu­er abschaf­fen – auch Ree­de­rei­en sol­len ihren Bei­trag leis­ten“. Am kom­men­den Mitt­woch berät das Lan­des­par­la­ment über einen Antrag der Frak­ti­on, der bei Annah­me die mari­ti­me Wirt­schaft kräf­tig durch­ein­an­der wir­beln wür­de.   Wei­ter­le­sen

Weservertiefung: Breiter Widerstand

Auf der lin­ken Sei­te der Unter­we­ser wächst – und orga­ni­siert sich – der Wider­stand gegen die geplan­te, erneu­te Ver­tie­fung des Flus­ses: Anfang die­ser Woche tra­fen sich in der Unter­we­ser­stadt Bra­ke drei Aus­schüs­se des Land­kreis­tags Weser­marsch zu einer gemein­sa­men Sit­zung, um das The­ma ein­mal mehr zu erör­tern – infor­ma­tiv, aber unter reger öffent­li­cher Betei­li­gung par­ti­ell auch ziem­lich tur­bu­lent.  Wei­ter­le­sen

Ambitionierter Offshore-Windausbau“

Die Nordsee-Anrainerstaaten wol­len das Meer mas­siv mit neu­en, wei­te­ren Offshore-Windkraftanlagen bestü­cken. Auf einer Kon­fe­renz der North Sea Ener­gy Coope­ra­ti­on (NSEC) in Dub­lin wur­den heu­te Ziel­mar­ken für die kom­men­den Jahr­zehn­te beschlos­sen – ange­ge­ben wer­den aller­dings nur Leis­tungs­zah­len (in Giga­watt), nicht auch die zu errich­ten­den Stück­zah­len des künf­ti­gen Rotoren-Dschungels Nord­see. Wei­ter­le­sen

Baltic Week“ – Unterstützung für Seeleute

Nach zwei­jäh­ri­ger, pandemie-bedingter Pau­se haben die Gewerk­schaft ver.di und die Inter­na­tio­na­le Transportarbeiter-Föderation (ITF) in der ver­gan­ge­nen Woche wie­der Tarif- und Sozial-Kontrollen in meh­re­ren deut­schen See­hä­fen durch­ge­führt: „Bal­tic Week“ hieß die Akti­ons­wo­che auch in die­sem Jahr, obwohl sie inhalt­lich wie räum­lich über die Ost­see­re­gi­on weit hin­aus reicht.  Wei­ter­le­sen

Noch immer kein Schutz für Hohe See

In der ver­gan­ge­nen Woche ist bei der UNO in New York auch die mitt­ler­wei­le fünf­te Run­de der Ver­hand­lun­gen über ein Abkom­men zur Erhal­tung der bio­lo­gi­schen Viel­falt der Mee­re in den Gebie­ten außer­halb natio­na­ler Gerichts­bar­keit (BBNJ) ergeb­nis­los zu Ende gegan­gen: Welt­weit nimmt die Gier auf Res­sour­cen auch sen­si­bler Mee­res­ge­bie­te teils bra­chia­le For­men an, aber Schutz­maß­nah­men wer­den wei­ter ver­schleppt.  Wei­ter­le­sen

Streit um COSCO-Beteiligung

COSCO-Schiff am HHLA-Terminal Tol­ler­ort
(Archiv­bild von 2019) - Foto: B. Ilschner

Vor weni­gen Tagen sorg­te das mana­ger maga­zin für Unru­he an der Elbe: „Ber­lin ver­bie­tet chi­ne­si­scher Ree­de­rei Ein­stieg in Ham­bur­ger Hafen“, mel­de­te das Fach­blatt – und ern­te­te einen Sturm der Ent­rüs­tung. Angeb­lich pla­ne Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Robert Habeck (Grü­ne) im Zuge eines Inves­ti­ti­ons­prüf­ver­fah­rens im Bun­des­ka­bi­nett ein Veto gegen das Vor­ha­ben: Für HHLA-Chefin Ange­la Titz­rath laut mana­ger maga­zin „ein her­ber Rück­schlag“, spä­ter war sogar von einer „zor­ni­gen“ Reak­ti­on der Kon­zern­che­fin die Rede.  Wei­ter­le­sen

Nicht im Meer, nicht anderswo: Stoppt CCS!

Kli­ma­wan­del, Ukraine-Krise und dar­aus abge­lei­te­te Energieversorgungs-Debatte machen’s mög­lich: Auf ein­mal wird wie­der über „Car­bon Cap­tu­re and Sto­rage“ (CCS) auch in bezie­hungs­wei­se unter der Nord­see gere­det. Und mit­ten­drin in die­ser gefähr­li­chen Pla­nung fin­det man Win­ters­hall Dea, jene BASF-Tochter, die die gesam­te Energie-„Krise“ maß­geb­lich mit ver­bockt hat – und bis heu­te von ihr pro­fi­tiert.  Wei­ter­le­sen

Seehäfen: Tarifvertrag erfreut nicht alle

Am spä­ten Nach­mit­tag des ver­gan­ge­nen Diens­tag hat die Fach­grup­pe Mari­ti­me Wirt­schaft der Gewerk­schaft ver.di eine Tarif­ei­ni­gung mit dem Zen­tral­ver­band deut­scher See­ha­fen­be­trie­be (ZDS) bekannt gege­ben. Nach har­ten Aus­ein­an­der­set­zun­gen ist ein Abschluss zustan­de gekom­men, der unter den rund 12.000 Beschäf­tig­ten in den See­hä­fen von Emden, Wil­helms­ha­ven, Bre­mer­ha­ven, Bra­ke, Bre­men und Ham­burg nicht nur auf Zustim­mung sto­ßen dürf­te.  Wei­ter­le­sen

Hafenstreiks in Großbritannien

Die mari­ti­me Wirt­schaft schaut nicht nur gespannt auf die noch lau­fen­de Tarif­run­de für die nord­deut­schen See­hä­fen, son­dern auch über den Ärmel­ka­nal: Ab heu­te wird Felix­s­to­we, Groß­bri­tan­ni­ens gro­ßer Con­tai­ner­ha­fen, für acht Tage bestreikt; und in Liver­pool läuft eine Urab­stim­mung für einen noch nicht ter­mi­nier­ten Aus­stand. Bei­de Arbeits­kämp­fe wer­den sich mas­siv auch auf hie­si­ge Häfen aus­wir­ken.  Wei­ter­le­sen

Schwermetalle aus Offshore-Windanlagen

Che­mi­sche Bestand­tei­le des Kor­ro­si­ons­schut­zes von Offshore-Windkraftanlagen sind im Was­ser und in den Sedi­men­ten der Nord­see rings um die unter­such­ten Roto­ren nach­ge­wie­sen wor­den. Aber das für die Unter­su­chung auf­trag­ge­ben­de Bun­des­amt für See­schiff­fahrt und Hydro­gra­phie (BSH) in Ham­burg beschwich­tigt, es sei­en „der­zeit kei­ne unmit­tel­ba­ren Aus­wir­kun­gen auf die Mee­res­um­welt zu erken­nen“.  Wei­ter­le­sen

Seehäfen: Tarifstreit schleppt sich hin

Mit­te die­ser Woche haben die Gewerk­schaft ver.di und der Zen­tral­ver­band der deut­schen See­ha­fen­be­trie­be (ZDS) zum mitt­ler­wei­le neun­ten Male über einen Tarif­ver­trag für rund 12.000 Hafen­be­schäf­tig­te in 58 Unter­neh­men ver­han­delt – wie­der ver­geb­lich, Fort­set­zung in zehn Tagen, am 22. August. Wei­te­re Arbeits­kampf­maß­nah­men sind aber, wie berich­tet, bis dahin und dar­über hin­aus unter­sagt.   Wei­ter­le­sen

Der nächste Abwrack-Skandal…

Die in Brüs­sel ansäs­si­ge NGO „Ship­brea­king Plat­form“ (SP) hat ent­hüllt, dass Bra­si­li­en sei­nen ehe­ma­li­gen Flug­zeug­trä­ger „São Pau­lo“ von Rio de Janei­ro aus auf eine letz­te 6000-Meilien-Reise ins tür­ki­sche Alia­ga geschickt hat, wo er abge­wrackt wer­den soll. Die „São Pau­lo“ hieß frü­her „Foch“ und ist das Schwes­ter­schiff der berüch­tig­ten „Cle­men­ceau“, deren Abwra­ckung 2006 einen inter­na­tio­na­len Skan­dal aus­ge­löst hat­te.  Wei­ter­le­sen

Korallenriff: Erholung mit Risiken

Das Aus­tra­li­an Insti­tu­te of Mari­ne Sci­ence (AIMS) im Ostküsten-Standort Towns­vil­le (Queens­land) hat einen Monitoring-Bericht über den Zustand des Gre­at Bar­ri­er Reef (GBR) vor­ge­stellt – Bilanz der Unter­su­chun­gen von 87 Rif­fen im Zeit­raum zwi­schen August 2021 und Mai 2022: Zwar gebe es gute Nach­rich­ten für den Gesamt­zu­stand des GBR, aber zuneh­mend auch Beden­ken, wie lan­ge die­ser Zustand auf­recht erhal­ten wer­den kön­ne.  Wei­ter­le­sen