In eigener Sache: WATERKANT mit neuer ISSN      Weiterlesen

Erfolg vor Gericht: Laschen ist Hafenarbeit

Vie­le See­leu­te ins­be­son­de­re auf klei­ne­ren Con­tai­ner­schif­fen im so genann­ten Feeder-Dienst, aber auch die gera­de um einen neu­en Tarif­ver­trag kämp­fen­den Hafen­ar­bei­ter haben jüngst eine über­ra­schen­de Stär­kung erfah­ren: Anfang die­ses Monats hat ein Rot­ter­da­mer Gericht nach lan­gen Jah­ren den Grund­satz­streit ums „Laschen“ zuguns­ten der See­leu­te und Hafen­ar­bei­ter ent­schie­den.  Wei­ter­le­sen

Neuer Anlauf für Tiefseebergbau-Moratorium

Anläss­lich der momen­tan lau­fen­den 27. Tagung der Inter­na­tio­nal Seabed Aut­ho­ri­ty (ISA) im jamai­ka­ni­schen King­s­ton for­dert eine inter­na­tio­na­le Peti­ti­on ein sofor­ti­ges Mora­to­ri­um für den kom­mer­zi­el­len Tief­see­berg­bau. Initia­tor die­ser unter der Paro­le „Defend the Deep“ lau­fen­den Akti­on ist die auf allen Kon­ti­nen­ten ver­tre­te­ne Mee­res­schutz­or­ga­ni­sa­ti­on „Deep Sea Con­ser­va­ti­on Coali­ti­on“. Weit mehr als 60.000 Unter­schrif­ten wur­den schon gesam­melt – 100.000 min­des­tens sind das Ziel. Wei­ter­le­sen

Walfang: Explosivharpunen töten grausam

Wal­fän­ger ent­fer­nen die nicht deto­nier­te Har­pu­ne.
Foto: Hard to Port

Die Orga­ni­sa­ti­on Wha­le and Dol­phin Con­ser­va­ti­on (WDC) hat erneut dar­auf hin­ge­wie­sen, dass in der islän­di­schen Fische­rei mas­siv gegen gel­ten­des Wal­fang­recht ver­sto­ßen wird: Zum wie­der­hol­ten Male sei jetzt in Hvalf­jörður ein har­pu­nier­ter Finn­wal an Land gezo­gen wor­den, „bei dem die Muni­ti­on in der Explo­siv­har­pu­ne nicht deto­nier­te“, so eine Pres­se­mit­tei­lung: Für den Wal bedeu­te das einen minu­ten­lan­gen Todes­kampf. WDC for­dert von Island einen sofor­ti­gen Stopp der Wal­jagd und eine Unter­su­chung der Ver­stö­ße. Wei­ter­le­sen

Norddeutsche Seehäfen: Tarifkampf eskaliert

Der Tarif­kampf in den deut­schen Nord­see­hä­fen beginnt sich zuzu­spit­zen: Heu­te ende­te plan­mä­ßig ein zwei­tä­gi­ger Warn­streik, nach­dem meh­re­re Ver­su­che, die­se Akti­on vor­ab per Gericht ver­bie­ten zu las­sen, ges­tern und vor­ges­tern geschei­tert waren – aller­dings mit einem umstrit­te­nen Kom­pro­miss. Zugleich haben die Strei­ken­den ges­tern erneut mit einer macht­vol­len Demons­tra­ti­on in Ham­burg ihre Ent­schlos­sen­heit unter Beweis gestellt; dabei kam es zu poli­zei­li­chen Über­grif­fen.  Wei­ter­le­sen

Biodiversitäts-Studien: Engagiert, aber hilflos

Die der­zei­ti­ge Poli­tik ver­nach­läs­sigt oft die Viel­falt der Wer­te der Natur“ – mit die­sen Wor­ten sei­ner Vor­sit­zen­den Ana Maria Hernán­dez Sal­gar hat der Welt­bio­di­ver­si­täts­rat (IPBES) auf sei­ner jüngst in Bonn been­de­ten Tagung einen Bericht vor­ge­stellt, der den andau­ern­den Umgang der Mensch­heit mit „Natur“ in Fra­ge stellt: Wie­der ein­mal, denn die Kern­aus­sa­ge die­ses State­ments ist lei­der alles ande­re als neu.  Wei­ter­le­sen

Klatsche für Autobahnplaner

Was für eine tol­le Nach­richt: Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt (BVerwG) in Leip­zig hat ges­tern Nach­mit­tag den Plan­fest­stel­lungs­be­schluss für den Bau des west­li­chen, ers­ten Abschnitts der umstrit­te­nen so genann­ten Küs­ten­au­to­bahn A 20 für „rechts­wid­rig und nicht voll­zieh­bar erklärt“. Es ist eine Ent­schei­dung, die die Pla­ner abwatscht, die Klä­ger aber sowohl über­rascht als natür­lich auch rich­tig freut. Glück­wunsch!  Wei­ter­le­sen

ITF sagt Hafenarbeitern Unterstützung zu

Die Inter­na­tio­na­le Transportarbeiter-Föderation (ITF) in Lon­don hat ges­tern in einer Pres­se­mit­tei­lung den Hafen­ar­bei­tern ihrer deut­schen Mit­glieds­or­ga­ni­sa­ti­on ver.di ihre Soli­da­ri­tät im Tarif­kampf für ein infla­ti­ons­si­che­res Lohn­ab­kom­men bekun­det. Wie berich­tet, lau­fen der­zeit – mehr­fach von Warn­streiks beglei­tet – Tarif­ver­hand­lun­gen zwi­schen ver.di und dem Zen­tral­ver­band der deut­schen See­ha­fen­be­trie­be (ZDS) für rund 12.000 Hafen­ar­bei­ter in 58 Hafen­um­schlags­be­trie­ben.  Wei­ter­le­sen

Meeresumweltschutz – wieder vertagt

Heu­te endet in Lis­sa­bon die zwei­te United Nati­ons Oce­an Con­fe­rence (UNOC), auf der – wie­der ein­mal – über den Schutz der Mee­re gere­det wor­den ist. Im Kon­gress­auf­ruf heißt es unter ande­rem, die Mee­re sei­en „durch mensch­li­che Akti­vi­tä­ten in nie dage­we­se­nem Maße bedroht“. Das ist unbe­dingt rich­tig. Aber das ist lei­der auch nicht neu und bleibt den­noch vor­erst wie­der fol­gen­los.  Wei­ter­le­sen

Schifffahrt unter kritischer Lupe – Rezension

Pieth, Mark, + Betz, Kathrin:
See­fahrts­na­ti­on Schweiz –
Vom Flaggenzwerg
zum Reedereiriesen;
Els­ter & Salis, Zürich

zur Rezen­si­on


Der Titel die­ses Buches irri­tiert nur auf den ers­ten Blick: Anhand exzel­len­ter Schil­de­rung der Schwei­zer Ver­hält­nis­se beschreibt die­ses Werk inter­na­tio­na­le – auch deut­sche – Schiff­fahrts­po­li­tik detail­liert und ver­ständ­lich und in all ihren (oft auch fie­sen) Nuancen.

25. Juni: Day of the Seafarer

Alle Jah­re wie­der… – Die Schiff­fahrts­welt begeht am heu­ti­gen Sonn­abend den welt­wei­ten „Day of the Sea­fa­rer“. Aus die­sem Anlass mahnt die Inter­na­tio­na­le Transportarbeiter-Föderation (ITF), die Bedeu­tung der Schiffs­be­sat­zun­gen und der von ihnen geleis­te­te Bei­trag kön­ne nicht hoch genug ein­ge­schätzt wer­den: Den­noch gehör­ten sie zu den am stärks­ten gefähr­de­ten und am meis­ten miss­han­del­ten Arbeit­neh­mern in der gesam­ten Welt­wirt­schaft. Wei­ter­le­sen

ITF: Moderne Sklaverei auf britischen Trawlern

Auf bri­ti­schen Traw­lern wer­den Wan­der­ar­bei­ter von den Phil­ip­pi­nen, aus Gha­na oder Indo­ne­si­en sys­te­ma­tisch aus­ge­beu­tet: Mit Hil­fe juris­ti­scher Schlupf­lö­cher im Ein­wan­de­rungs­ge­setz des Lan­des wer­den die Migranten-Fischer genö­tigt, für nur drei Pfund Ster­ling pro Stun­de (das ent­spricht rund 3,48 Euro), deut­lich unter dem natio­na­len Min­dest­lohn, zu schuf­ten. Das hat jetzt ein aktu­el­ler Report der ITF ent­hüllt.  Wei­ter­le­sen

Seehäfen: Trotz Warnstreiks keine Entspannung

Am ver­gan­ge­nen Frei­tag haben sich in Ham­burg die Gewerk­schaft ver.di und der Zen­tral­ver­band der deut­schen See­ha­fen­be­trie­be (ZDS) zur drit­ten Ver­hand­lungs­run­de über einen Tarif­ver­trag für die rund 12.000 Beschäf­tig­ten in den See­hä­fen getrof­fen. Nach rund zehn Stun­den wur­de das Gespräch ergeb­nis­los ver­tagt. Am Don­ners­tag hat­ten meh­re­re tau­send Beschäf­tig­te in den Nord­see­hä­fen Emden, Wil­helms­ha­ven, Bre­mer­ha­ven, Bre­men und Ham­burg mit einem befris­te­ten Warn­streik Druck gemacht.  Wei­ter­le­sen

Klimaschutz an letzter Stelle?

Ein neu­es Gleich­ge­wicht in unse­rer Bezie­hung zur Mee­res­um­welt“ for­dert UNO-Generalsekretär Antó­nio Guter­res zum heu­ti­gen „World Oce­ans Day“. Wäh­rend der BUND in die­sem Kon­text von der Bun­des­re­gie­rung „eine Wen­de in der Mee­res­po­li­tik“ ver­langt, weil „Meeresnatur- und Kli­ma­schutz … untrenn­bar“ sei­en, stellt das Bun­des­amt für See­schiff­fahrt und Hydro­gra­phie (BSH) den Kli­ma­schutz an letz­te Stel­le weit hin­ter die Auf­lis­tung wirt­schaft­li­cher Nut­zun­gen. Wei­ter­le­sen

Endlos-Thema „Küstenautobahn“…

Nach wie­der­hol­ten Ver­ta­gun­gen hat ges­tern vor dem Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt (BVerwG) in Leip­zig die Ver­hand­lung über die umstrit­te­ne Pla­nung der so genann­ten „Küs­ten­au­to­bahn“ A 20 begon­nen. Gegen den Plan­fest­stel­lungs­be­schluss für den ers­ten Abschnitt der Tras­se (zwi­schen Wes­ter­stede, Land­kreis Ammer­land, und Jader­berg, Land­kreis Weser­marsch) geklagt haben ein betrof­fe­ner Land­wirt und der BUND, bei­de ver­tre­ten das seit Jah­ren akti­ve Bünd­nis „A 20 nie!“.  Wei­ter­le­sen

Skandal um illegales Abwracken

Die Kie­ler Staats­an­walt­schaft hat Ankla­ge erho­ben gegen eine Rends­bur­ger Ree­de­rei wegen ille­ga­len Abwra­ckens im indi­schen Alang. Das berich­te­te der NDR Anfang die­ser Woche. Par­al­lel wer­de gegen wei­te­re Fir­men ermit­telt, unter ande­rem gegen die Ree­de­rei Peter Döh­le (PD), deren Geschäfts­füh­re­rin Gaby Born­heim zugleich amtie­ren­de Prä­si­den­tin des Ver­bands Deut­scher Ree­der (VDR) ist.  Wei­ter­le­sen