Polarstern“ beendet Rekord-Expedition

Am heu­ti­gen Mon­tag ist nach 389 Tagen die größ­te Ark­tis­for­schungs­ex­pe­di­ti­on aller Zei­ten erfolg­reich been­det wor­den: Das For­schungs­schiff „Polar­stern“ des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) ist in sei­nen Hei­mat­ha­fen Bre­mer­ha­ven zurück­ge­kehrt. Ins­ge­samt 442 Men­schen – Crew­mit­glie­der, Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler, Medi­en­schaf­fen­de – mit 37 unter­schied­li­chen Natio­na­li­tä­ten haben an der „MOSAiC“-Expedition teil­ge­nom­men, die Abkür­zung steht für „Mul­ti­di­sci­pli­na­ry drif­ting Obser­va­to­ry for the Stu­dy of Arc­tic Cli­ma­te“. Neben sie­ben Schif­fen und meh­re­ren Flug­zeu­ge waren  mehr als 80 Insti­tu­tio­nen aus 20 Län­dern an dem Vor­ha­ben betei­ligt. Wei­ter­le­sen

Die Tropen kommen immer näher…

…und schuld dar­an sind Mee­res­strö­mun­gen: So lau­tet – sehr stark ver­ein­facht – das Ergeb­nis einer aktu­el­len For­schungs­ar­beit, die im Bre­mer­ha­ve­ner Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Mee­res­for­schung (AWI) ent­stan­den ist. Im Zuge des Kli­ma­wan­dels, so das AWI, dehn­ten sich seit gerau­mer Zeit die hei­ßen und tro­cke­nen Gebie­te auf der Nord­halb­ku­gel wei­ter nach Nor­den – etwa bis in den Süden Kali­for­ni­ens – und auf der Süd­halb­ku­gel nach Süden aus. Modell­rech­nun­gen hät­ten nun gezeigt, dass groß­räu­mi­ge Mee­res­strö­mun­gen hier­für ent­schei­de­ne Ursa­chen sei­en.  Wei­ter­le­sen

Subventionen für Meyer Werft

Mit rund 20 Mil­lio­nen Euro Steu­er­gel­dern will das Land Nie­der­sach­sen der Mey­er Werft in Papen­burg, seit Jahr­zehn­ten spe­zia­li­siert auf den Bau immer grö­ße­rer Kreuz­fahrt­schif­fe, über die aktu­el­le Kri­se hin­weg hel­fen: Wegen der Corona-Pandemie ist der­zeit der Markt für die rie­si­gen Massenpassagierhaltungs-Schiffe zusam­men­ge­bro­chen, Bestel­lun­gen wur­den stor­niert, es gab eine mehr­wö­chi­ge Betriebs­pau­se, bis Jah­res­en­de ist Kurz­ar­beit ver­ein­bart. Sub­ven­tio­nen für einen in Luxem­burg ansäs­si­gen Kon­zern? Wei­ter­le­sen

Laschen: Gericht verweigert Tarifrecht

Ein Rot­ter­da­mer Gerichts­ur­teil hat kürz­lich den lang­jäh­ri­gen Streit um die Ladungs­si­che­rung an Bord von Fracht­schif­fen erneut in den Fokus öffent­li­cher Auf­merk­sam­keit gerückt: Das Gericht wei­ger­te sich, einen Schiffs­eig­ner per einst­wei­li­ger Anord­nung zur Ein­hal­tung gel­ten­den Tarif­rechts zu ver­pflich­ten – der kon­kre­te Streit­fall wird somit bis zu einer Haupt­ver­hand­lung ver­tagt. Wei­ter­le­sen

Raketen-Basis Nordsee?

Der Bun­des­ver­band der Deut­schen Indus­trie (BDI) pfeift – und das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um pariert: Bei einem Tref­fen von Verbands- und Behör­den­ver­tre­tern ist laut „Han­dels­blatt“ heu­te ver­ein­bart wor­den, die Errich­tung einer Start­platt­form für satel­li­ten­be­för­dern­de Rake­ten in der deut­schen Aus­schließ­li­chen Wirt­schafts­zo­ne (AWZ) der Nord­see zu prü­fen – das wäre ein wei­te­rer fol­gen­schwe­rer Schritt zur unauf­halt­sa­men Indus­tria­li­sie­rung des Mee­res. Wei­ter­le­sen

Watt-Natur und Stahl-Kolosse – Rezensionen

Zwei Bild­bän­de, wie sie the­ma­tisch unter­schied­li­cher nicht sein könn­ten – das eine beein­druckt durch pure Natur­pho­to­gra­phie über das Wat­ten­meer, das ande­re zeigt die stäh­ler­nen Kolos­se der Schiff­fahrt, wuch­tig und den­noch fas­zi­nie­rend:

Stock, Mar­tin, und
Schrö­der, Tim:
Wun­der­welt
Wat­ten­meer
Deli­us Klasing,
Bie­le­feld

zur Rezen­si­on

Kunadt,
Tho­mas:
Ship­spot­ting
1995-2020
KJM-Verlag,
Ham­burg

Rezen­si­on

Maritime Krisen-Gewinnler

Jede Kri­se hat ihre Ver­lie­rer – und ihre Gewin­ner. Das gilt ange­sichts der Corona-Pandemie auch für die glo­ba­le Schiff­fahrt. Wäh­rend – wie berich­tet – hun­dert­tau­sen­de See­leu­te nach wie vor auf ihren Schif­fen qua­si gefan­gen sind, weil ver­trags­ge­mä­ße Crew­wech­sel nicht funk­tio­nie­ren, schef­feln zumin­dest eini­ge der gro­ßen Ree­de­rei­en als ihre Arbeit­ge­ber – Covid-19 hin oder her – wei­ter­hin Gewin­ne.  Wei­ter­le­sen

Montreals Docker im Tarifstreik (02)

Seit Mon­tag früh wird der Streik im Hafen der kana­di­schen Metro­po­le Mont­re­al vor­erst unbe­fris­tet fort­ge­setzt: 1200 Beschäf­tig­te ver­wei­gern die Arbeit, weder Lie­ge­platz­diens­te (wie zum Bei­spiel Fest­ma­chen) noch Waren­um­schlag, also Löschen und Laden, fin­den statt – mit nur weni­gen Aus­nah­men. Wei­ter­le­sen

Corona-Probleme: Crews im Ausstand

Seit Mona­ten kri­ti­sie­ren sowohl die Inter­na­tio­na­le Transportarbeiter-Föderation (ITF) als glo­ba­le Gewerk­schaft als auch die See­manns­mis­sio­nen, dass die Besat­zun­gen vie­ler Schif­fe wegen der Corona-Pandemie „wie auf schwim­men­den Gefäng­nis­sen“ fest­sit­zen, weil ihre Ablö­sung nicht funk­tio­nie­re. Jetzt ist eini­gen Crews der Kra­gen geplatzt: Auf meh­re­ren Schif­fen in aus­tra­li­schen Häfen, eines davon ein deut­sches, sind jüngst die Besat­zun­gen in Streik getre­ten und wei­gern sich, wei­ter­zu­fah­ren. Wei­ter­le­sen

Methangas-Leckagen an Nordsee-Bohrlöchern

Kie­ler For­sche­rin­nen und For­scher haben Metha­naus­tritts­stel­len rund um alte Bohr­lö­cher in der zen­tra­len Nord­see gefun­den.
Foto: ROV-Team/GEOMAR.

Eine Pres­se­mit­tei­lung des Kie­ler GEOMAR-Instituts bestä­tigt erneut, was lan­ge bekannt war und oft geleug­net wur­de: „Rund um Bohr­lö­cher, aus denen in der Nord­see Erd­öl oder Erd­gas geför­dert wur­de, tre­ten erheb­li­che Men­gen des Treib­haus­ga­ses Methan unkon­trol­liert ins Was­ser aus.“ Eine aktu­el­le GEOMAR-Studie habe „auf grö­ße­rer Daten­ba­sis frü­he­re Unter­su­chun­gen“ bestä­tigt. Die Lecka­gen, so heißt es wei­ter, mach­ten „einen signi­fi­kan­ten Teil des gesam­ten Methan­bud­gets der Nord­see aus“.   Wei­ter­le­sen

Montreals Docker im Tarifstreik (01)

In der ver­gan­ge­nen Woche haben im Hafen von Mont­re­al die Docker einen befris­te­ten Streik begon­nen – zunächst für fünf Tage, übers ers­te August-Wochenende aus­ge­setzt und am gest­ri­gen Mon­tag wie­der auf­ge­nom­men, nun bis zum kom­men­den Frei­tag. Wei­te­re Fort­set­zung ist durch­aus mög­lich, denn es geht um einen Tarif­kampf, der seit gut zwei Jah­ren andau­ert – und bis­lang ist kein Abschluss in Sicht. Wei­ter­le­sen

Heuer nicht gezahlt? – Hafensperre!

So geht’s auch: Laut einer Mel­dung des mari­ti­men Online-Dienstes „Splash 24/7“ aus Sin­ga­pur hat die aus­tra­li­sche Mari­ti­me Safe­ty Aut­ho­ri­ty (AMSA) in den ver­gan­ge­nen zwölf Mona­ten bereits drei­mal Schif­fe aus hei­mi­schen Häfen ver­bannt und mit mehr­mo­na­ti­gen Sper­ren belegt, weil sie ihren See­leu­ten die ihnen zuste­hen­de Heu­er nicht voll­stän­dig und pünkt­lich gezahlt hat­ten. Wei­ter­le­sen

Menschen am und im Meer – Rezensionen

Zwei aktu­el­le Bücher befas­sen sich – völ­lig unab­hän­gig von­ein­an­der und auf sehr unter­schied­li­che Wei­se – mit Men­schen, die am, im und vor allem mit dem Meer leben:



Steen­sen, Tho­mas:
Die Frie­sen –
Men­schen am Meer
Wach­holtz,
Kiel / Ham­burg

zur Rezen­si­on



Stein­gäs­ser, Jana,
und Ty, Mano­lo:
Nord­see / Süd­see –
zwei Wel­ten im Wan­del
Kne­se­beck, Mün­chen

zur Rezen­si­on

Corona: Meyer Werft vorläufig „dicht“

Noch Ende Juni hat­te sich Seni­or­chef Ber­nard Mey­er via You­tube an die Mit­ar­bei­ter sei­ner Papen­bur­ger Werft gewandt: Mit teil­wei­se brü­chi­ger Stim­me beschrieb er die „pre­kä­re“ finan­zi­el­le Situa­ti­on des auf das Kreuz­fahrt­ge­schäft spe­zia­li­sier­ten Unter­neh­mens in Zei­ten der Corona-Pandemie. Anfang die­ser Woche nun haben Mey­er sen. und sein Sohn Tim als Geschäfts­füh­rer den gesam­ten Betrieb in die Feri­en geschickt – vor­erst bis Ende August. Wei­ter­le­sen

Nord- und Ostsee: Schlechter Zustand

Unter der Über­schrift „Der Zustand von Nord- und Ost­see“ pran­gert eine Greenpeace-Studie „Deutsch­lands Ver­sa­gen, die Mee­re zu schüt­zen“ an: Der Zustand der Mee­re sei auch im Jahr 2020 noch schlecht, es wür­den „Nut­zungs­in­ter­es­sen einer­seits und bestän­di­ge Belas­tungs­quel­len ande­rer­seits“ nicht aus­rei­chend regu­liert – und das, obwohl gesetz­li­che Rah­men dafür Hand­lungs­op­tio­nen lie­fer­ten.  Wei­ter­le­sen