Maritime Krisen-Gewinnler

Jede Kri­se hat ihre Ver­lie­rer – und ihre Gewin­ner. Das gilt ange­sichts der Corona-Pandemie auch für die glo­ba­le Schiff­fahrt. Wäh­rend – wie berich­tet – hun­dert­tau­sen­de See­leu­te nach wie vor auf ihren Schif­fen qua­si gefan­gen sind, weil ver­trags­ge­mä­ße Crew­wech­sel nicht funk­tio­nie­ren, schef­feln zumin­dest eini­ge der gro­ßen Ree­de­rei­en als ihre Arbeit­ge­ber – Covid-19 hin oder her – wei­ter­hin Gewin­ne.  Wei­ter­le­sen

Montreals Docker im Tarifstreik (02)

Seit Mon­tag früh wird der Streik im Hafen der kana­di­schen Metro­po­le Mont­re­al vor­erst unbe­fris­tet fort­ge­setzt: 1200 Beschäf­tig­te ver­wei­gern die Arbeit, weder Lie­ge­platz­diens­te (wie zum Bei­spiel Fest­ma­chen) noch Waren­um­schlag, also Löschen und Laden, fin­den statt – mit nur weni­gen Aus­nah­men. Wei­ter­le­sen

Corona-Probleme: Crews im Ausstand

Seit Mona­ten kri­ti­sie­ren sowohl die Inter­na­tio­na­le Transportarbeiter-Föderation (ITF) als glo­ba­le Gewerk­schaft als auch die See­manns­mis­sio­nen, dass die Besat­zun­gen vie­ler Schif­fe wegen der Corona-Pandemie „wie auf schwim­men­den Gefäng­nis­sen“ fest­sit­zen, weil ihre Ablö­sung nicht funk­tio­nie­re. Jetzt ist eini­gen Crews der Kra­gen geplatzt: Auf meh­re­ren Schif­fen in aus­tra­li­schen Häfen, eines davon ein deut­sches, sind jüngst die Besat­zun­gen in Streik getre­ten und wei­gern sich, wei­ter­zu­fah­ren. Wei­ter­le­sen

Methangas-Leckagen an Nordsee-Bohrlöchern

Kie­ler For­sche­rin­nen und For­scher haben Metha­naus­tritts­stel­len rund um alte Bohr­lö­cher in der zen­tra­len Nord­see gefun­den.
Foto: ROV-Team/GEOMAR.

Eine Pres­se­mit­tei­lung des Kie­ler GEOMAR-Instituts bestä­tigt erneut, was lan­ge bekannt war und oft geleug­net wur­de: „Rund um Bohr­lö­cher, aus denen in der Nord­see Erd­öl oder Erd­gas geför­dert wur­de, tre­ten erheb­li­che Men­gen des Treib­haus­ga­ses Methan unkon­trol­liert ins Was­ser aus.“ Eine aktu­el­le GEOMAR-Studie habe „auf grö­ße­rer Daten­ba­sis frü­he­re Unter­su­chun­gen“ bestä­tigt. Die Lecka­gen, so heißt es wei­ter, mach­ten „einen signi­fi­kan­ten Teil des gesam­ten Methan­bud­gets der Nord­see aus“.   Wei­ter­le­sen

Montreals Docker im Tarifstreik (01)

In der ver­gan­ge­nen Woche haben im Hafen von Mont­re­al die Docker einen befris­te­ten Streik begon­nen – zunächst für fünf Tage, übers ers­te August-Wochenende aus­ge­setzt und am gest­ri­gen Mon­tag wie­der auf­ge­nom­men, nun bis zum kom­men­den Frei­tag. Wei­te­re Fort­set­zung ist durch­aus mög­lich, denn es geht um einen Tarif­kampf, der seit gut zwei Jah­ren andau­ert – und bis­lang ist kein Abschluss in Sicht. Wei­ter­le­sen

Heuer nicht gezahlt? – Hafensperre!

So geht’s auch: Laut einer Mel­dung des mari­ti­men Online-Dienstes „Splash 24/7“ aus Sin­ga­pur hat die aus­tra­li­sche Mari­ti­me Safe­ty Aut­ho­ri­ty (AMSA) in den ver­gan­ge­nen zwölf Mona­ten bereits drei­mal Schif­fe aus hei­mi­schen Häfen ver­bannt und mit mehr­mo­na­ti­gen Sper­ren belegt, weil sie ihren See­leu­ten die ihnen zuste­hen­de Heu­er nicht voll­stän­dig und pünkt­lich gezahlt hat­ten. Wei­ter­le­sen

Menschen am und im Meer – Rezensionen

Zwei aktu­el­le Bücher befas­sen sich – völ­lig unab­hän­gig von­ein­an­der und auf sehr unter­schied­li­che Wei­se – mit Men­schen, die am, im und vor allem mit dem Meer leben:



Steen­sen, Tho­mas:
Die Frie­sen –
Men­schen am Meer
Wach­holtz,
Kiel / Ham­burg

zur Rezen­si­on



Stein­gäs­ser, Jana,
und Ty, Mano­lo:
Nord­see / Süd­see –
zwei Wel­ten im Wan­del
Kne­se­beck, Mün­chen

zur Rezen­si­on

Corona: Meyer Werft vorläufig „dicht“

Noch Ende Juni hat­te sich Seni­or­chef Ber­nard Mey­er via You­tube an die Mit­ar­bei­ter sei­ner Papen­bur­ger Werft gewandt: Mit teil­wei­se brü­chi­ger Stim­me beschrieb er die „pre­kä­re“ finan­zi­el­le Situa­ti­on des auf das Kreuz­fahrt­ge­schäft spe­zia­li­sier­ten Unter­neh­mens in Zei­ten der Corona-Pandemie. Anfang die­ser Woche nun haben Mey­er sen. und sein Sohn Tim als Geschäfts­füh­rer den gesam­ten Betrieb in die Feri­en geschickt – vor­erst bis Ende August. Wei­ter­le­sen

Nord- und Ostsee: Schlechter Zustand

Unter der Über­schrift „Der Zustand von Nord- und Ost­see“ pran­gert eine Greenpeace-Studie „Deutsch­lands Ver­sa­gen, die Mee­re zu schüt­zen“ an: Der Zustand der Mee­re sei auch im Jahr 2020 noch schlecht, es wür­den „Nut­zungs­in­ter­es­sen einer­seits und bestän­di­ge Belas­tungs­quel­len ande­rer­seits“ nicht aus­rei­chend regu­liert – und das, obwohl gesetz­li­che Rah­men dafür Hand­lungs­op­tio­nen lie­fer­ten.  Wei­ter­le­sen

Corona & Crewwechsel: Nutzloses Blah-Blah

Ver­tre­ter von 13 Staa­ten haben bei einem vir­tu­el­len mari­ti­men Gip­fel die Lage der See­schiff­fahrt in Zei­ten der Corona-Pandemie erör­tert – und ver­si­chert, die drin­gen­den Pro­ble­me der rund 200.000 in Häfen und auf Schif­fen fest­sit­zen­den See­leu­te anpa­cken zu wol­len. Das sieht der mari­ti­me Online-Report „Splash 24/7“ aus Sin­ga­pur anders – er ätz­te, das Tref­fen sei ein „Mannschaftswechsel-Blah-Blah“ gewe­sen. Wei­ter­le­sen

Promi-Haft“ für Niels Stolberg

Wer pro­mi­nent und gut ver­netzt ist, hat – so scheint es – bes­te Chan­cen, auch im Fal­le einer straf­recht­li­chen Ver­ur­tei­lung glimpf­lich davon­zu­kom­men. In die Serie bekann­ter Bei­spie­le von Zum­win­kel über Mid­del­hoff bis Hoe­neß reiht sich jetzt ein wei­te­rer Name, dies­mal aus der mari­ti­men Wirt­schaft: Niels Stol­berg.   Wei­ter­le­sen

Über Leben und Überleben – Rezension

Stef­fens, Dirk,
und Habe­kuss, Fritz:
Über Leben –
Zukunfts­fra­ge Arten­ster­ben
Pen­gu­in, Mün­chen

zur Rezen­si­on

 

Ein span­nen­des Buch über das Arten­ster­ben als glo­ba­le Öko­kri­se – und über das Mär­chen vom bes­se­ren Kapi­ta­lis­mus.

Was ist dran am (maritimen) Pandemie-Absturz?

Die Pan­de­mie dient, bei allem Ernst der gesund­heits­po­li­ti­schen Lage, oft als Vor­wand für umstrit­te­nes Han­deln oder Unter­las­sen oder für ener­gi­sches Jam­mern – so auch in der mari­ti­men Wirt­schaft. Aktu­ell bekla­gen deren Fir­men, „vor dem Hin­ter­grund der Corona-Pandemie regel­recht abge­stürzt“ zu sein. Der­art dras­ti­sche Aus­drü­cke mah­nen ein genaue­res Hin­schau­en an.  Wei­ter­le­sen

ITF mahnt Klimaschutz an

Unse­re Zukunft hängt nicht nur von der Bekämp­fung des Coro­na­vi­rus ab, son­dern auch davon, dass wir das Pro­blem des Kli­ma­wan­dels wirk­sam ange­hen.“ – Mit die­sen Wor­ten hat die Inter­na­tio­na­le Transportarbeiter-Föderation (ITF), glo­ba­ler Zusam­men­schluss der Gewerk­schaf­ten des gesam­ten Trans­port­sek­tors, ein­dring­lich davor gewarnt, unter dem Vor­wand der Pandemie-Bekämpfung die Kli­ma­po­li­tik zu ver­nach­läs­si­gen.  Wei­ter­le­sen

MSC Zoe“ – Untersuchungsbericht vorgelegt

Zu Jah­res­be­ginn 2019 ver­lor das unter der Bil­lig­flag­ge von Pana­ma fah­ren­de Con­tai­ner­schiff „MSC Zoe“ vor der nie­der­län­di­schen und deut­schen Küs­te ins­ge­samt 342 Con­tai­ner. Ladungs­trüm­mer, Ver­pa­ckungs­ma­te­ri­al, Kon­sum­gü­ter und Pro­duk­te muss­ten von den Strän­den der Inseln und Küs­ten sowie aus dem Was­ser gesam­melt wer­den. Das Auf­räu­men – auf­wän­dig und teu­er – ist bis heu­te nicht abge­schlos­sen. Immer­hin haben die zustän­di­gen Behör­den an die­sem Wochen­en­de ihren vor­ge­schrie­be­nen Unter­su­chungs­be­richt zu die­sem „sehr schwe­ren See­un­fall“ vor­ge­legt.  Wei­ter­le­sen