Vor 25 Jahren: Nordsee ist mehr als Meer!

Am 27./28. Mai 1995 tra­fen sich in Bre­men auf Ein­la­dung des Ver­eins „Akti­ons­kon­fe­renz Nord­see“ (AKN) meh­re­re hun­dert Akti­ve aus Meeres- und Umwelt­schutz, um mit kri­ti­schen Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­lern über „Alter­na­ti­ven zur gegen­wär­ti­gen gesell­schaft­li­chen Unlo­gik ‚sat­ter, schi­cker, schnel­ler‘ (zu) dis­ku­tie­ren“. Der Kon­gress anläss­lich der bevor­ste­hen­den 4. Inter­na­tio­na­len Nordseeschutz-Konferenz (INK) der Anrai­ner­staa­ten im däni­schen Esbje­rg trug den Titel „Nord­see ist mehr als Meer!“ – und er hat­te sich ein Mot­to gege­ben, das fast so klingt, als stam­me es von heu­te, aus Tagen der Klimaschutz- und Anti-Globalisierungs-Proteste: Weni­ger. Ein­fa­cher. Lang­sa­mer.   Wei­ter­le­sen

European Maritime Day – abgesagt

Es kommt nicht wirk­lich über­ra­schend: Der EU-Kommissar für Umwelt, Mee­re und Fische­rei, der Litau­er Vir­gi­ni­jus Sin­ke­viči­us, hat den dies­jäh­ri­gen „Euro­pean Mari­ti­me Day“ (EMD) abge­sagt – namens der Kom­mis­si­on, der Regie­rung von Irland und des Stadt­rats von Cork, wo das dies­jäh­ri­ge Tref­fen hät­te statt­fin­den sol­len.   Wei­ter­le­sen

Maritime Leitmesse SMM – abgesagt

Auch die dies­jäh­ri­ge Leit­mes­se der mari­ti­men Wirt­schaft, die Ham­bur­ger Mes­se „Ship­buil­ding, Machine­ry & Mari­ne Tech­no­lo­gy“ (SMM), die stan­dard­mä­ßig im Sep­tem­ber hät­te statt­fin­den sol­len, ist jetzt abge­sagt wor­den: Sie wird nun auf den 2.-5. Febru­ar 2021 ver­scho­ben. Begrün­det wird die­se Ent­schei­dung – nicht son­der­lich über­ra­schend – mit der Corona-Pandemie und ihren glo­ba­len Fol­gen für Groß­ver­an­stal­tun­gen und Rei­se­ver­kehr.

Tiefseebergbau schädigt Tiefsee – langfristig

1989 wur­de hier der Mee­res­bo­den test­hal­ber gepflügt – bis heu­te sind die Spu­ren unüber­seh­bar.
Foto: GEOMAR / ROV Kiel 6000

Tief­see­berg­bau kann „die natür­li­chen Öko­sys­tem­funk­tio­nen und Mikro­ben­ge­mein­schaf­ten im Mee­res­bo­den lang­fris­tig“ beein­träch­ti­gen: Das ist, zusam­men­ge­fasst, die Kern­aus­sa­ge einer aktu­el­len Stu­die, an der For­schen­de des Bre­mer­ha­ve­ner Alfred-Wegener-Instituts (AWI), des Bre­mer Max-Planck-Instituts für Mari­ne Mikro­bio­lo­gie (MPIMM) und des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Oze­an­for­schung in Kiel mit­ge­ar­bei­tet haben. Lei­der folgt aus die­ser Erkennt­nis kein kla­res „Nein!“ zum Tief­see­berg­bau.   Wei­ter­le­sen

Corona: Größere Schiffe, neue Routen?

Die Corona-Pandemie for­dert Men­schen­le­ben, ihr Manage­ment schränkt Frei­zü­gig­keit ein und gefähr­det Bür­ger­rech­te – aber sie hat auch glo­ba­le Fol­gen auf den Mee­ren: Vom Schick­sal der See­leu­te war bereits die Rede, die Schiff­fahrt jedoch, deren rei­bungs­lo­ses Funk­tio­nie­ren die­se Men­schen gewähr­leis­ten, ist eben­so mas­siv betrof­fen – auch wenn nicht jedes Lobbyisten-Gejammer auf­rich­tig sein mag. Wei­ter­le­sen

Corona macht’s (auch) Seeleuten schwer…

Die im Dun­keln sieht man nicht… – Auch wenn in Ber­tolt Brechts Mackie-Messer-Moritat von Schiff­fahrt nicht die Rede ist: Rund 1,2 Mil­lio­nen See­leu­te sor­gen – pla­ka­tiv for­mu­liert, im Dun­kel der Schiffs­bäu­che – auf mehr als 50.000 Han­dels­schif­fen für welt­wei­ten Waren­aus­tausch. Ihr Job ist hart, Arbeits­be­din­gun­gen und Bezah­lung las­sen oft zu wün­schen übrig, ins­be­son­de­re unter den auch bei deut­schen Ree­dern belieb­ten Bil­lig­flag­gen. Die Corona-Pandemie indes sorgt für teils schwer erträg­li­che Zuspit­zung. Wei­ter­le­sen

Polnische Ostsee wird verplant

Polen hat über sei­ne „Gene­ral­di­rek­ti­on für Umwelt­schutz“ eine Raum­ord­nungs­pla­nung für die natio­na­len Mee­res­ge­wäs­ser – Küs­ten­re­gi­on und Aus­schließ­li­che Wirt­schafts­zo­ne (AWZ) – gestar­tet. Wegen der „grenz­über­schrei­ten­den Betei­li­gung an den Plan­ent­wür­fen sowie an der dazu­ge­hö­ri­gen stra­te­gi­schen Umwelt­prü­fung (SUP)“ wur­den das Bun­des­amt für See­schiff­fahrt und Hydro­gra­phie (BSH) sowie das Minis­te­ri­um für Ener­gie, Infra­struk­tur und Digi­ta­li­sie­rung Mecklenburg-Vorpommern infor­miert.   Wei­ter­le­sen

Meeresumwelt-Symposium 2020 – abgesagt

Auf­grund der aktu­el­len Corona-Situation hat das Bun­des­amt für See­schiff­fahrt und Hydro­gra­phie (BSH) in Ham­burg sein dies­jäh­ri­ges, für Ende Mai geplan­tes Meeresumwelt-Symposium (MUS) abge­sagt.  Wei­ter­le­sen

ITF-Kritik an Flaggenstaaten

Der Vor­sit­zen­de der Schiff­fahrts­sek­ti­on der Inter­na­tio­na­len Transportarbeiter-Gewerkschaft (ITF), Dave Hein­del, hat von den natio­na­len Regie­run­gen mehr Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein für unter ihrer Flag­ge fah­ren­de Schif­fe ver­langt. Hein­del nimmt dabei Bezug auf aktu­el­le Schlag­zei­len über Kreuz­fahrt­schif­fe, die im Zuge der Corona-Pandemie ent­we­der vor­über­ge­hend fest­ge­hal­ten wer­den oder Häfen nicht anlau­fen dür­fen. Ins­be­son­de­re kri­ti­sier­te er in die­sem Zusam­men­hang das welt­weit herr­schen­de Billigflaggen-System.  Wei­ter­le­sen

Aufruf zur „Meeresoffensive 2020“

Für Hun­der­te Mil­lio­nen Men­schen welt­weit haben die Mee­re eine ent­schei­den­de sozia­le und öko­no­mi­sche Bedeu­tung“, so der heu­te ver­öf­fent­lich­te zur „Mee­res­of­fen­si­ve 2020“: Ein brei­tes Bünd­nis von ins­ge­samt 16 Orga­ni­sa­tio­nen und Initia­ti­ven for­dert von der Bun­des­re­gie­rung und ihren rele­van­ten Behör­den, ver­ein­bar­te Maß­nah­men end­lich umzu­set­zen – „Wei­chen (zu) stel­len für Mensch und Meer“.  Wei­ter­le­sen

Weltgrößter Hafen wächst weiter

Nach Anga­ben des mari­ti­men News-Portals „Splash24/7“ (Sin­ga­pur) hat der größ­te Hafen der Welt, Ningbo-Zhoushan an der chi­ne­si­schen Ost­küs­te, jetzt einen wei­te­ren Schritt unter­nom­men, sein Are­al, sei­ne Kapa­zi­tät und damit sei­ne glo­ba­le Posi­ti­on aus­zu­bau­en. Der Dop­pel­ha­fen erstreckt sich heu­te bereits über eine Flä­che – genutz­te Mee­res­buch­ten und Inseln ein­ge­rech­net – von mehr als 160 Qua­drat­ki­lo­me­tern.   Wei­ter­le­sen

Klimawandel? – Schotten dicht!

Bin­nen­meer Nord­see? – Nach­dem vor eini­gen Mona­ten bereits ein Elbmündungs-Sperrwerk gegen kli­ma­be­ding­te Über­flu­tung Ham­burgs erör­tert wur­de, haben For­scher jetzt errech­net, was ein gigan­ti­sches Bau­vor­ha­ben meh­re­rer Däm­me kos­ten wür­de, um die gesam­te Nord­see qua­si abzu­schot­ten und so vor unkon­trol­lier­tem Mee­res­spie­gel­an­stieg infol­ge Kli­ma­wan­dels zu bewah­ren (sie­he Gra­fik). So jeden­falls steht es in einer „Mach­bar­keits­stu­die“ zwei­er Wis­sen­schaft­ler, auf die jetzt das Kie­ler GEOMAR-Institut in einer Pres­se­mit­tei­lung hin­ge­wie­sen hat. Ent­spre­chen­de Däm­me könn­te es dem­nach quer über den Ärmel­ka­nal sowie zwi­schen Schott­land und Nor­we­gen geben. Die Arbeit wur­de im Bul­le­tin of the Ame­ri­can Meteo­ro­lo­gi­cal Socie­ty (BAMS) ver­öf­fent­licht.  Wei­ter­le­sen

Der nächste Brückenkopf: Chinesen an der Jade

Die Volks­re­pu­blik Chi­na setzt ihre Poli­tik, sich in Euro­pas Wirt­schaft ein­zu­kau­fen fort und eta­bliert sich nun auch an der Jade: Ein Ver­trag mit einem chi­ne­si­schen Inves­tor soll dem kon­ti­nu­ier­lich unaus­ge­las­te­ten Jade­We­ser­Port (JWP) ein Stück jenes Auf­schwungs brin­gen, der schon wie­der­holt ver­spro­chen und nie rea­li­siert wur­de.  Wei­ter­le­sen

An alle Leserinnen und Leser…

Wir müs­sen lei­der „Tschüs!“ sagen… 

Mit gro­ßem Bedau­ern haben wir mit­zu­tei­len, dass die Zeit­schrift WATERKANT ihr lang­jäh­ri­ges Erschei­nen als vier­tel­jähr­li­che Print­aus­ga­be mit sofor­ti­ger Wir­kung ein­stel­len muss.

Klei­ner Trost: Wir sagen zugleich: „Moin! Es geht dem­nächst wei­ter.“  Wei­ter­le­sen→

Niedersachsens Seehäfen: Bilanz mit Lücken

Nie­der­sach­sens See­hä­fen haben im Jah­re 2019 rund 53,5 Mil­lio­nen Ton­nen See­gü­ter umge­schla­gen. Auf ihrer Jah­res­pres­se­kon­fe­renz in Olden­burg fei­er­ten sie sich für einen Zuwachs von rund sie­ben Pro­zent gegen­über 2018 (rund 50 Mil­lio­nen Ton­nen): Das über­trä­fe »das her­aus­ra­gen­de Ergeb­nis des Jah­res 2017« (53,4 Mil­lio­nen Ton­nen) und sei »das bes­te Ergeb­nis seit der glo­ba­len Finanz­kri­se im Jah­re 2008«. – Dumm nur, dass die­se Zah­len nur die hal­be Wahr­heit wider­spie­geln.  Wei­ter­le­sen