Konsumgüter durch’s nicht mehr ewige Eis

Ende dieses Monats soll der knapp 300 Meter lange und 25 Jahre alte Containerfrachter „Istanbul Bridge“, er fährt unter Liberia-Billigflagge, vom nordostchinesischen Megahafen Qingdao aus nach Nordwesteuropa aufbrechen. Das wäre an sich keine Meldung wert, ginge es hierbei nicht um eine besonders schnelle Verbindung – nämlich durch die arktischen Gewässer.   Weiterlesen

Unterstützung für Krabbenfischer

Die gegenwärtige Krabbenfischerei hat nach Ansicht des Fischereiexperten Gerd Kraus „nur sehr geringe und kurzfristig umkehrbare Auswirkungen auf den Meeresboden“, zumindest „soweit messbar“. Es gäbe somit „keinen Grund, sie aus dem Wattenmeer auszuschließen“, zitierte jüngst die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste (SDN) den Leiter des Bremerhavener Thünen-Instituts für Seefischerei.  Weiterlesen

Küstenautobahn A 20: Baurecht reicht nicht

Seit Ende August dieses Jahres ist der Planfeststellungsbeschluss für den ersten Bauabschnitt der so genannten „Küstenautobahn“, der künftigen A 20,  bestandskräftig, es besteht laut Niedersachsens Verkehrsministerium nunmehr „Baurecht“. Trotzdem sehen die Initiativen gegen die A 20 ihren Kampf noch lange nicht verloren.  Weiterlesen

Rheinmetall will auch Weltmeere bekriegen

Gerüchte, dass Rheinmetall-Chef Armin Papperger eine maritime Erweiterung seiner Produktpalette plane, kursieren bereits seit einigen Wochen. Am vergangenen Mittwoch nun berichtete das maritime Infoportal Hansa über konkrete Absichten: Im niedersächsischen Unterlüß habe Papperger ein akutes Interesse an dem Bremer Militärschiffbauer Naval Vessels Lürssen (NVL) angedeutet.  Weiterlesen

Skrupellos Geld verdienen – Rezension

Hagedorn, Jasper Henning:
Bremen und die
atlantische Sklaverei –
Nomos Verlag, Baden-Baden

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Es sind nur 80 Jahre bremischer Geschichte, die Hagedorn hier beleuchtet – aber es ist eine Geschichte über Ausbeutung und Unterdrückung, deren Details teilweise bis heute nachwirken. Keine leichte Lektüre, aber spannend.

Havarie(n) mit Langzeitfolgen

In der Unterweserstadt Brake ist am Montag der Kapitän eines Binnenschiffs vom Amtsgericht zu einer Geldstrafe von 5000 Euro verurteilt worden, weil er im Februar 2024 im Süden der Nachbarstadt Elsfleth eine Eisenbahnbrücke über den kleinen Fluss Hunte gerammt hatte. Klingt zwar vergleichsweise läppisch – war (und ist) aber verantwortlich für Langzeit-Schäden von zig Millionen Euro in der gesamten Region.   Weiterlesen

Hamburg: Dämpfer durch US-Politik

Höhere Umsätze bedeuten nicht immer auch höhere Gewinne – diese Alltagserfahrung musste gerade Hamburgs maritime Wirtschaft verbuchen: Während die Reederei Hapag-Lloyd im ersten Halbjahr 2025 einen deutlichen Umsatzschub, in der Linienschifffahrt aber zugleich merklichen Gewinneinbruch verbuchen musste, bilanzierte das Umschlags- und Logistikunternehmen HHLA ein Plus bei Umsätzen und Gewinnen.  Weiterlesen

100 Tage Koalition: Und wer zahlt für Häfen?

Das 100-Tage-Jubiläum der Berliner Koalitionsregierung aus Union und SPD am vergangenen Dienstag hat, wenig erstaunlich, viele Stellungnahmen ausgelöst – eine kam vom Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS). Kanzler Friedrich Merz habe die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit zur Priorität erklärt“, mahnte ZDS-Hauptgeschäftsführer Florian Keisinger und gab sich entschlossen fordernd: „Das geht nur mit starken Häfen“.   Weiterlesen

Nordsee soll Endlager werden

Bund erlaubt CO2-Speicherung“ titelte der NDR vergangene Woche etwas voreilig: Vorerst ist der Plan der neuen Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche (CDU) nur ein vom Bundeskabinett beschlossener Gesetzentwurf. Zwar muss er bis zu einem Inkrafttreten noch diverse Hürden überwinden – aber die Chancen für ein Scheitern stehen derzeit eher schlecht.   Weiterlesen

EU-Milliarden für Trumps „great again“

Ende 2024 hatten 78 Prozent der von Pricewaterhouse Coopers befragten deutschen Schifffahrtsunternehmen die Sorge geäußert, bei erneuter Präsidentschaft Donald Trumps drohe vor allem ein Handelskrieg der USA mit China. Sie ahnten nichts von Trumps Plan, sich mit dem Welthandel insgesamt anzulegen. Sein jüngster Coup – die EU in Person ihrer Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen über den Tisch zu ziehen – dürfte auch die maritime Branche treffen.  Weiterlesen

Crewing: Philippinen machen Druck

Das philippinische Department of Migrant Workers (DMW) hat die im Lande lizensierten maritimen Besatzungsagenturen angewiesen, keine philippinischen Seeleute mehr auf Schiffen einzusetzen, die als hochriskant eingestufte Routen befahren; namentlich zählen dazu der Golf von Aden und das Rote Meer. Das berichten aktuell mehrere Schifffahrtsportale wie Hamburgs Hansa oder Singapurs Splash247Weiterlesen

Systeme zum Tanzen bringen – Rezension

Mertens, Peter: Meuterei –
Wie unsere Weltordnung
ins Wanken gerät
Brumaire Verlag, Berlin

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Der Begriff „Meuterei“ stammt zwar aus der Seefahrt – aber der belgische Arbeiterführer Mertens erklärt, was das Wort mit einem Systemwechsel zu tun haben kann / sollte.

Damen-Werft: Fregatten in Warteschleife

Der geplante Bau neuer Fregatten für die Bundesmarine – Stichwort „Zeitenwende“ – lässt weiter auf sich warten. Wie der Tägliche Hafenbericht (THB) vergangene Woche meldete, hat die niederländische Werft Damen Schelde Naval Shipbuilding, die für zehn Milliarden Euro sechs Einheiten liefern soll, zum wiederholten Male eine „verspätete Ablieferung der Schiffe … angezeigt“, zitiert der THB das Bundesverteidigungsministerium. Aber das scheint nicht Damens einziges Problem zu sein.   Weiterlesen

Es hört nicht auf: BAYER-Gifte im Rhein

Nach wie vor muss der Rhein immer neue Giftfrachten der Chemie-Industrie verkraften: Wie die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) in einer Pressemitteilung schreibt, haben Recherchen der Umweltschutzorganisation BUND große Mengen an Pestiziden und PFAS-Substanzen im Rhein bei Leverkusen nachgewiesen: „Die PFAS-Rückstände überschritten den Orientierungswert zeitweise um das 50-Fache.“  Weiterlesen

Neue Tarifrunde für Seehäfen

Knapp 8,4 Prozent Lohnerhöhung fordert die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di für die rund 11.000 Beschäftigten in den Seehäfen der deutschen Nord- und Ostseeküste. Das hat die Bundestarifkommission (BTK) am Dienstag bekannt gegeben, die Verhandlungen beginnen heute. Neu und ungewöhnlich ist das Verlangen, dass der angestrebte Tarifvertrag eine Laufzeit von nur zehn Monaten haben soll.  Weiterlesen