Kompromisslose Aufarbeitung – Rezension

Aly, Götz: Das Prachtboot –
Wie Deut­sche die Kunstschätze
der Süd­see raubten;
S. Fischer, Frankfurt/M.

zur Rezen­si­on

 

Es gibt vie­le Bücher über deut­sche Kolo­ni­al­ver­bre­chen – die­ses befasst sich mit dem Süd­pa­zi­fik Ende des 19. / Anfang des 20. Jahr­hun­derts; und es ist in mehr­fa­chem Sin­ne von über­ra­schen­der Aktualität.

Mehr Respekt für Seeleute!

Das Bünd­nis „Fair übers Meer!“ hat heu­te in einer Pres­se­mit­tei­lung zum mor­gi­gen inter­na­tio­na­len „Day of the Sea­fa­rer“ die Bun­des­re­gie­rung und die mari­ti­me Wirt­schaft auf­ge­for­dert, unter ande­rem „end­lich die Arbeits­si­tua­ti­on von See­leu­ten sub­stan­ti­ell zu ver­bes­sern“. Es sei längst über­fäl­lig, die See­leu­te als wich­tigs­tes Glied der Lie­fer­ket­ten anzu­er­ken­nen. Wei­ter­le­sen→

Nur 19,875 Fuß lang, aber oho…

…– unter die­ser Über­schrift ist jetzt in der Sommer-Ausgabe von „lun­a­park21 – zeit­schrift zur kri­tik der glo­ba­len öko­no­mie“ (Heft 54) ein Bei­trag von WATERKANT-Redakteur Burk­hard Ilsch­ner über die Container-Schifffahrt erschie­nen. Selbst­ver­ständ­lich emp­feh­len wir an die­ser Stel­le nicht nur den Arti­kel, son­dern mit ihm das gan­ze Heft und sowie­so ein Abon­ne­ment der Zeit­schrift.  Wei­ter­le­sen

Milliarden-Gewinne

Die elf größ­ten Ree­de­rei­en der glo­ba­len Container-Schifffahrt haben laut dem mari­ti­men Info-Portal „Splash 24/7“ aus Sin­ga­pur im ers­ten Quar­tal die­ses Jah­res einen Rekord-Betriebsgewinn (EBIT) von zusam­men 16,2 Mil­li­ar­den US-Dollar erzielt. Zwar äch­zen sie aktu­ell den­noch – aber das soll­te kein Anlass sein für Mit­leid.  Wei­ter­le­sen

Machtkampf mit Kohlendioxid-Steuer?

In der Container-Schifffahrt scheint das all­zu zähe Rin­gen um den Kli­ma­schutz auch den Macht­kampf um die Vor­herr­schaft in der Bran­che zu beein­flus­sen: Der Chef des däni­schen Kon­zerns A. P. Møller-Mærsk, Søren Skou, hat Anfang die­ses Monats die Ein­füh­rung einer CO2-Steu­er von 150 US-Dollar pro Ton­ne auf Schiffs­treib­stof­fe gefor­dert – und dabei mög­li­cher­wei­se nicht allein ans Kli­ma gedacht… Wei­ter­le­sen

Seehäfen: Schwierige Tarifrunde

In den gro­ßen See­hä­fen Nord­deutsch­lands gärt der Unmut der Beschäf­tig­ten. Seit Mit­te April ver­han­delt die Gewerk­schaft ver.di mit dem Zen­tral­ver­band der Deut­schen See­ha­fen­be­trie­be (ZDS) über einen neu­en Lohn­ta­rif­ver­trag für rund 10.000 Beschäf­tig­te unter ande­rem in Ham­burg, Bremen/Bremerhaven und Wil­helms­ha­ven. Wei­ter­le­sen

Tschüs, Peter Willers!

Anfang Mai die­ses Jah­res ist Peter Wil­lers im Alter von 86 Jah­ren in sei­ner Hei­mat­stadt Bre­men gestor­ben. Aus fami­liä­ren Grün­den, auch und vor allem pan­de­mie­be­dingt, ist die öffent­li­che Bekannt­ga­be erst heu­te erfolgt. Peter war (unter ande­rem) maß­geb­lich betei­ligt an der Grün­dung des Pro­jekts WATERKANT – damals als Zeit­schrift der „Akti­ons­kon­fe­renz Nord­see“ (AKN). Wir ver­lie­ren einen lang­jäh­ri­gen Freund, Mit­strei­ter und Unter­stüt­zer. Tschüs, Peter! Dan­ke, Peter.  Wei­ter­le­sen

JWP: Neue Chance oder was?

Hapag-Lloyd, Deutsch­lands größ­te Container-Reederei, sorgt für Ver­wir­rung im nord­deut­schen Hafen­ge­schäft – und mög­li­cher­wei­se auch für Kom­pli­ka­tio­nen: Angeb­lich erwägt der mit 13,9 Pro­zent städ­ti­scher Betei­li­gung als „teil­staat­lich“ zu bezeich­nen­de Tra­di­ti­ons­kon­zern, sich künf­tig am Jade­We­ser­Port (JWP) in Wil­helms­ha­ven zu betei­li­gen. Ob das dem unwirt­schaft­li­chen Ter­mi­nal neue Chan­cen bringt? Abwar­ten. Wei­ter­le­sen

Kapitalismus und so weiter… – zwei Rezensionen

Zwei aktu­el­le Bücher ver­su­chen sich an Sys­tem­kri­tik – das eine nimmt sich angeb­li­che „Mythen“ vor, die der wirt­schaft­li­che All­tag vor sich her trägt, räumt aber lei­der nur imma­nent mit ihnen auf; das ande­re erhebt den Anspruch, das Sys­tem über­win­den zu wol­len, bleibt aber auf dem Weg dort­hin trotz guter Ana­ly­sen und Ideen stecken.

Nordenham: Glencore und die Bleibelastung

Ende April die­ses Jah­res hat­ten sich das Land Nie­der­sach­sen und der Land­kreis Weser­marsch mit dem umstrit­te­nen Glencore-Konzern dar­auf ver­stän­digt, dass die­ser als Inves­tor die insol­ven­te Blei­hüt­te Weser-Metall in Nor­den­ham über­nimmt. Nur sind die Land­wir­te der Regi­on – stell­ver­tre­tend auch für wei­te­re Boden­ei­gen­tü­mer – nicht ein­ver­stan­den, wie mit jahr­zehn­te­al­ten Blei­be­las­tun­gen umge­gan­gen wer­den soll.  Wei­ter­le­sen

NMK: Rostocker Subventions-Gerangel

Wirt­schaft braucht Meer“ lau­te­te der amt­li­che Slo­gan der 12. „Natio­na­len Mari­ti­men Kon­fe­renz“ (NMK), die Anfang die­ser Woche – pan­de­mie­ge­recht als Misch­form aus Live- und Digi­tal­fo­rum – in Ros­tock getagt hat. Ihre Ergeb­nis­se ähneln, ver­ein­facht aus­ge­drückt, denen frü­he­rer NMK: Die mari­ti­me Wirt­schaft ruft nach mehr Sub­ven­tio­nen, die Poli­tik macht mehr Zusa­gen – und die Beschäf­tig­ten schau­en in eine mehr als unge­wis­se Zukunft. Wei­ter­le­sen

Attacke gegen Wasserrahmen-Richtlinie

Laut einer heu­te ver­brei­te­ten Pres­se­mit­tei­lung bläst der Zen­tral­ver­band der Deut­schen See­ha­fen­be­trie­be (ZDS) erneut zur Atta­cke gegen die EU-Wasserrahmen-Richtlinie (WRRL), die ein wesent­li­ches Ele­ment auch des Mee­res­um­welt­schut­zes dar­stellt. Der Lob­by­ver­band for­dert eine „Nach­bes­se­rung“ der Vor­schrift.  Wei­ter­le­sen

Verzweiflung an der Elbe?

Die heu­te von Amts wegen erteil­te Teil-Freigabe der Elb­ver­tie­fung ist nach Auf­fas­sung der Ham­bur­ger Umwelt­ver­bän­de, die im Bünd­nis „Leben­di­ge Tideel­be“ zusam­men­ge­schlos­sen sind, nichts ande­res als ein „ver­kapp­ter Ver­zweif­lungs­akt, der gesichts­wah­rend als Erfolg gefei­ert wird“.   Wei­ter­le­sen

Immer langsam voran – in der Tiefe

Moder­ne Kame­ra­sys­te­me machen’s mög­lich: Ein Tief­see­for­schungs­team unter der Lei­tung des Bre­mer­ha­ve­ner AWI hat jüngst über­ra­schen­de Ergeb­nis­se ver­öf­fent­licht: Kriech­spu­ren auf dem Mee­res­bo­den der ark­ti­schen Tief­see deu­ten dar­auf hin, dass Schwäm­me sich aktiv fort­be­we­gen kön­nen – wenn­gleich äußerst lang­sam.  Wei­ter­le­sen

Wundersame Natur – zwei Rezensionen

Die einen sind im Oze­an eben­so wie im Eis, im Wüs­ten­sand oder in uns. Die ande­ren kön­nen nur in Mee­ren, Flüs­sen und Seen (über)leben. Wun­der­sa­me und sehr erstaun­li­che Orga­nis­men sind sie bei­de, wie die­se Bücher anschau­lich erläutern…

Sheld­ra­ke, Merlin:
Ver­wo­be­nes Leben – Wie Pilze
unse­re Welt formen…
Ull­stein, Berlin

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Bal­com­be, Jonathan:
Was Fische wissen –
…unse­re Ver­wand­ten unter Wasser;
mare, Hamburg

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