Container über Bord…

Laut einem Bericht des Nach­rich­ten­fern­seh­sen­ders ntv hat die glo­ba­le Han­dels­schiff­fahrt inner­halb von nur 80 Tagen mehr als 3000 Con­tai­ner auf den Welt­mee­ren ver­lo­ren. Wobei dies nur die offi­zi­ell bestä­tig­te Zahl sei, „die Dun­kel­zif­fer hava­rier­ter Con­tai­ner­schif­fe gilt als hoch“.  Wei­ter­le­sen

Rohstoff-Raubbau ist kein Klimaschutz

Das Wett­ren­nen um die Schät­ze des Mee­res wird als Kli­ma­schutz getarnt“ – mit die­sen Wor­ten kri­ti­siert das Bre­mer Pro­jekt „fair oce­ans“ die Debat­te um den Roh­stoff­ab­bau am Mee­res­bo­den: „Nötig ist ein defi­ni­ti­ver Stopp der­ar­ti­ger Plä­ne statt nicht enden­der Debat­ten über abseh­bar ins Lee­re lau­fen­de Mora­to­ri­en.“ Das Pro­jekt wirbt für eine zivil­ge­sell­schaft­li­che Initia­ti­ve gegen mas­si­ve Ver­su­che, Tief­see­berg­bau als not­wen­di­gen Bei­trag zum Kli­ma­schutz zu recht­fer­ti­gen. Wei­ter­le­sen

Stürmische Irreführung – Rezension

Fil­hol, Elisabeth:
Doggerland
Roman
Edi­ti­on Nau­ti­lus, Hamburg

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Eigent­lich hät­te die Nord­see im Mit­tel­punkt eines sol­chen Romans ste­hen kön­nen und müs­sen. Indes: Trotz begeis­tern­der Spra­che und leben­di­gen Stils, die sich pri­ma lesen las­sen, ist es lei­der nur eine, zudem unfer­ti­ge Bezie­hungs­ge­schich­te geworden.

Noch immer: Tödliches Abwrackgeschäft

630 hoch­see­taug­li­che Han­dels­schif­fe und Offshore-Einheiten sind im Jah­re 2020 ver­schrot­tet wor­den. 446 davon ende­ten an den berüch­tig­ten Strän­den in Ban­gla­desch, Paki­stan und Indi­en. Das hat die NGO Ship­brea­king Plat­form (SP) vor Kur­zem bilan­ziert. Allein in Chat­to­gram (Ban­gla­desch – frü­her Chittagong) sind dabei min­des­tens zehn Men­schen getö­tet und wei­te­re 14 ver­letzt wor­den; Zah­len zu Arbeits­un­fäl­len an den Strän­den Indi­ens und Paki­stans lie­gen der NGO nicht vor.  Wei­ter­le­sen

Tiefseeforschung per „Bio-Roboter“

Ein chi­ne­si­sches For­scher­team hat einem GEO-Bericht zufol­ge einen „fisch­ähn­li­chen Soft-Roboter“ ent­wi­ckelt, der – so ers­te Test­ergeb­nis­se – „eigen­stän­dig die Tief­see erkun­den“ kön­ne. Dem Bericht zufol­ge soll das sogar im knapp elf Kilo­me­ter tie­fen Maria­nen­gra­ben funk­tio­nie­ren. Wei­ter­le­sen

Wallenius Wilhelmsen will Windantrieb

Es hat schon vie­le Ver­su­che – und noch mehr Ankün­di­gun­gen – gege­ben, die Han­dels­schiff­fahrt in Zei­ten anthro­po­gen ver­ur­sach­ten Kli­ma­wan­dels umweltfreundlich(er) zu machen. Der Nächs­te, bit­te: Die schwedisch-norwegische Ree­de­rei Wal­le­ni­us Wil­helm­sen, Welt­markt­füh­rer in Kfz-Transport und RoRo-Logistik, hat Mit­te die­ses Monats mit dem Pro­jekt „Orcel­le Wind“ ihr Vor­ha­ben auf den Weg gebracht, das welt­weit ers­te wind­ge­trie­be­ne RoRo-Schiff zu bau­en und in Betrieb zu neh­men.  Wei­ter­le­sen

Niedersachsens Seehäfen: -9,1 Prozent

9,1 Pro­zent weni­ger Umschlag als im Vor­jahr – so lau­tet die Bilanz der neun nie­der­säch­si­schen See­hä­fen für 2020: rund 48,66 Mil­lio­nen Ton­nen, 2019 waren es 53,53 Mil­lio­nen Ton­nen. Und natür­lich ist Coro­na schuld – jeden­falls ist das die Mei­nung von Nie­der­sach­sens Wirt­schafts­mi­nis­ter Bernd Althus­mann (CDU).  Wei­ter­le­sen

Lloyd Werft bangt ums Überleben

Über­ra­schend kam die Nach­richt nicht, die jetzt rund 350 Beschäf­tig­te der Bre­mer­ha­ve­ner Lloyd Werft ereil­te: Der Genting-Konzern, der das schon mehr­fach kri­sen­ge­schüt­tel­te Unter­neh­men 2015 erwor­ben hat­te, wol­le die Werft Ende die­ses Jah­res schlie­ßen – sofern sich bis dahin nicht ein Käu­fer gefun­den habe. Die gute Nach­richt: Es gibt allem Anschein nach einen Kauf-Interessenten.  Wei­ter­le­sen

Lieferketten ohne Schifffahrt?

Vor weni­gen Tagen hat die Bun­des­re­gie­rung den lan­ge dis­ku­tier­ten Ent­wurf eines so genann­ten Lie­fer­ket­ten­ge­set­zes (im Amts­deutsch: Sorg­falts­pflich­ten­ge­setz) vor­ge­stellt. Angeb­lich soll es deut­sche Unter­neh­men – aber nicht alle – ver­pflich­ten, bei ihren Rohstoff- und Produkt-Zulieferern – aber nicht allen – auf die Ein­hal­tung von Menschen- und Arbeits­rech­ten – aber nicht allen – zu ach­ten. Die­se Auf­zäh­lung deu­tet bereits an, dass der Ent­wurf erheb­li­che Schwä­chen hat; eine wich­ti­ge ist die­se: Die Han­dels­schiff­fahrt scheint nach Bun­des­auf­fas­sung kein Teil der Lie­fer­ket­te zu sein, sie kommt im Ent­wurf schlicht nicht vor. Wei­ter­le­sen

Mehr Moor fürs Klima – Rezension

Jäger, Cor­ne­lie:
Kli­ma­schutz braucht Moorschutz –
War­um Moor­bö­den unse­re beson­de­re Auf­merk­sam­keit ver­die­nen und was
wir für sie tun kön­nen; Oekom Verlag

zur Rezen­si­on

 

Moo­re sind spe­zi­ell – und Moo­re sind wich­tig; nicht nur, aber ganz beson­ders auch für den Kli­ma­schutz. War­um das so ist, das beschreibt die­ses aktu­el­le Buch.

Tiefseebergbau stoppen – aber endgültig!

Die Umwelt­stif­tung WWF hat ein welt­wei­tes Mora­to­ri­um für den Tief­see­berg­bau gefor­dert und dazu eine ent­spre­chen­de Stu­die vor­ge­legt. Bedau­er­li­cher­wei­se fällt die Stif­tung damit einem zivil­ge­sell­schaft­li­chen Bünd­nis von 15 Orga­ni­sa­tio­nen und Initia­ti­ven poli­tisch in den Rücken: Denn die hat­ten sich im Früh­jahr 2018 auf eine deut­lich schär­fe­re Posi­ti­on ver­stän­digt und die­se auch ver­öf­fent­licht. Wei­ter­le­sen

LNG-Terminal Brunsbüttel? – Keinesfalls!

Seit Jah­ren tobt in Nord­deutsch­land ein Streit um die Fra­ge, ob Flüssiggas-Terminals als Anlande- und Ver­teil­sta­ti­on für ver­flüs­sig­tes Erd­gas – über­wie­gend aus Fracking-Prozessen in den USA – benö­tigt wer­den bezie­hungs­wei­se zuläs­sig sind (1). Drei Stand­or­te waren im Gespräch: Bruns­büt­tel, Sta­de und Wil­helms­ha­ven. Letz­te­rer scheint man­gels Nach­fra­ge vor­erst erle­digt, an der Elbe hin­ge­gen rin­gen mas­si­ver poli­ti­scher Druck und zäher Wider­stand um die hoch­sub­ven­tio­nier­ten Pla­nun­gen. Wei­ter­le­sen

Reeder-Förderung soll weiter fließen

Der Ver­band Deut­scher Ree­der (VDR) und das Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um (BMVI) haben in sepa­ra­ten Stu­di­en die bis­lang gewähr­te, reich­hal­ti­ge För­de­rung der mari­ti­men Wirt­schaft „eva­lu­ie­ren“ las­sen – bei­de Exper­ti­sen kom­men zu dem wenig über­ra­schen­den Ergeb­nis, dass die Sub­ven­tio­nie­rung unbe­dingt wei­ter gehen müs­se. Wei­ter­le­sen

Streiks bei der HHLA

Rund 50 Mil­lio­nen Euro Kos­ten­sen­kung, Per­so­nal­ab­bau und „betriebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen“ nicht aus­ge­schlos­sen – so hat­te Ham­burgs teil­staat­li­cher Hafen­be­trei­ber HHLA erst Mit­te Novem­ber umfang­rei­che Ratio­na­li­sie­run­gen ange­kün­digt, die Gewerk­schaft ver.di ver­sprach „Wider­stand“. Jetzt eska­liert ein lan­ge wäh­ren­der Tarif­kon­flikt.  Wei­ter­le­sen

NABU: Mehr Klimaschutz auf See!

Der Natur­schutz­bund Deutsch­land (NABU) hat von der – bekannt­lich hoch sub­ven­tio­nier­ten – mari­ti­men Wirt­schaft mehr Anstren­gun­gen für effek­ti­ven Kli­ma­schutz auf See gefor­dert. Anlass des Appells ist die heu­te in Ham­burg begin­nen­de welt­größ­te Mes­se für Schiffs­tech­no­lo­gie SMM, das Kür­zel steht für Schiffbau-, Marine- und Mee­res­tech­nik; der Kon­gress fin­det pan­de­mie­be­dingt digi­tal statt. Wei­ter­le­sen